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Salzburg, Gottesacker, Diverses (17. 6. 2007)

Vorwort: Mit einem Titel wie "Salzburg" und "Gottesacker" wollte ich eigentlich die vielen Leser, die sicherlich des Themas das Speläologie schon überdrüssig geworden sind, in Sicherheit wiegen dass es dieses Mal nicht um Höhlen geht. Ich gestehe nun aber dass das Täuschung ist. Also, wer keine Höhlen mag, oder nicht darüber lesen will: Hinfort mit euch! ;) 16. 6. 2007: Ja, letzten Dienstag und Mittwoch waren wir also in Salzburg. War sehr nett und wir hatten noch Glück mit dem Wetter, das zwar oft schlecht war, aber vorzugsweise dann wann es uns gleich sein konnte. Am ersten Tag wurde die Altstadt unsicher gemacht, im bekannten "Carpe Diem" wurden div. "Cones" konsumiert, und am zweiten Tag wurden wir von Chris abgeholt und bei einer Kletterwand in die Geheimnisse der Einseiltechnik eingeweiht. Das Hauptproblem dabei war, bei den ca. 8.000 Seilen und Bändern die einem da aus dem zentralen Schraubglied hängen, den Überblick zu behalten. Danach gings ins Hennerloch, dessen Eingang nach als quasi schon "klassisch" zu bezeichnenden Anfangsschwierigkeiten dann doch noch gefunden wurde. Die Höhle selber war linear, und an den interessantesten Stellen war sie sehr schmal und hoch. Je nach Gangprofil bewegte man sicher eher oben, mittig oder im unteren Bereich beim Bach, teilweise waren die Bereiche vertikal getrennt, so dass sie als mehrere Gänge zu bezeichnen waren. Vor allem gegen Ende hin gab es viele Einschlüsse schwarzer Steine/Schichten, welche weniger korrosionsanfällig sind und somit bequeme Stufen bildeten, auf denen man sich teilweise "in Opposition" bewegen konnte, während etliche Meter direkt unter einem der Höhlenbach vorbeirauschte. Am Endpunkt unserer Tour wäre es zwar über einen Wasserfall hoch noch weitergegangen, es hat mich schon in den Fingern gejuckt, wegen des unsicheren Wetters wurde dann aber vernünftigerweise die Umkehr eingeleitet, denn der Rückweg hätte ansonsten bei verfielfachter Wassermenge durchaus ungemütlich werden können. In der Endhalle mit besagtem Wasserfall bildeten die schwarzen Schichten fast soetwas wie Sitzbänke, ausgesprochen sehenswert! Auf dem Rückkehr wurde noch von einem Teil der Truppe eine "Sinterkammer" erklettert, welche ich als die bisher beeindruckendste Sintererscheinung meiner noch jungen Karriere bezeichnen möchte. Bezüglich Wandern und Höhlen lässt mich morgen fast alles und jeder im Stich, aber immerhin konnte sich meine Schwester meiner erbarmen und nun steht voraussichtlich eine Tour zum Gottesacker auf dem Plan. Das Plateau selbst ist ja schon interessant genug, vielleicht stolpern wir ja in ein paar interessante Löcher, statten dem Schacht des Höllochs einen Besuch ab, schnüffeln einmal ein paar Meter in die Rubachhöhle oder besteigen auch nur mal eben den Ifen. Die Wahl der richtigen Ausrüstung wird noch knifflig, da uns alles mögliche erwarten kann. 17. 6. 2007: Jo, heut warn wir also am Gottesacker. 12 Stunden unterwegs, die nicht unerhebliche Autozeit eingerechnet. Gleich zu Beginn mal schon ordentlich verlaufen, das mal mit Karte und GPS zu schaffen spricht wohl Bände für die Fähigkeiten der Beteiligten. Naja, beim Rückweg wurde der Fehler erkannt, und zu unserer Entlastung muss ich anmerken dass ein Schild furchtbar unglücklich angebracht war. Auf unseren Irrwegen stolperten wir über eine Gemse sowie verschiedene Schächte. An einem dieser Schächte war kein Ende erkennbar, da wurde gleich mal das Schatzeug ausgepackt und mal munter abgeseilt, was reibungslos klappte. Achtung, Wortspiel! Wenn das Seil beim Abseilen reibungslos gewesen wäre wärs etwas ungut geworden. :) Fortsetzung gab es unten natürlich keine wirkliche, die Schachttiefe würde ich auf 10-15m schätzen. Irgendwann fanden wir dann wieder auf den rechten Weg zurück und mit viel Schnaufen kam man irgendwann bei der Rubachhöhle an, die wir recht spontan als Ziel auserkoren hatten. Wohl wissend dass sie ggf. unter Wasser steht und man wetterbedingt höchstens mal kurz reinschnuppern würde. Und tatsächlich stand das Wasser gleich wenige Meter hinter dem Eingang einen halben Meter. Und dann wurde eh schon bald der Rückweg eingeleitet. Auf dem Plateau stolperten wir natürlich dauernd über diverse Schächte und Höhlen, denen wir aber meist aus Zeit- und Energiegründen keine große Beachtung schenkten. Ist schon eine tolle Gegend, aber die Hatscherei habe ich unterschätzt. Ich will dieses Jahr noch 1x Gottesacker machen, aber mit einer Übernachtung in Riezlern. Dann rentiert sich diese Wahnsinns-Fahrerei...
Thumbnail Schacht 1
Nachdem das Seil so an einem Baum befestigt wurde, dass es mit dem scharfkantigen Fels möglichst nicht in Berührung kommt wird besagtes Seil fachmännisch ins Abseilgerät eingefädelt. Die bereits eingeschaltete Stirnlampe und die ergonomisch geformten Handschuhe helfen dabei.
Thumbnail Schacht 2
Dann klettert man mal in den (hier unnatürlich eng erscheinenden) Schacht hinein, bis das Seil unter Spannung ist, und man sein kaum nennenswertes Gewicht demselben anvertrauen kann. Der aufmerksame Betrachter bemerkt sicher gleich, wie sich die Fußsteigschlaufe gerade an einer Felsnase verheddert.
Thumbnail Rubachhöhle
Ja was soll ich sagen? An der Stelle bin ich in diesem Jahr schon das dritte Mal. Der Schnee wird zwar immer weniger, aber die Befahrungsbilanz des begehrten Hohlraums beschränkt sich auf so viele Meter, wie man an einer Hand abzählen kann. Immerhin wird das Erklettern des Eingangs inzwischen zur Routine: Beim ersten Mal wurde sie abgebrochen, beim zweiten Mal gemeistert, und heute sogar auf 2 Varianten erfolgreich durchgeführt.
16. 6. 2007: And now for something completely different: "Modisch" oder "modernes Design" bedeutet nichts anderes, als dass das Design so aufdringlich oder schlecht ist, dass es nach kurzer Zeit bereits nervt. Diese Aussage wollte ich eigentlich in eine griffige, flotte Phrase verwandeln, aber irgendwie gelingt mir das nicht so recht. Aber ich finde schon witzig, dass trotz der wohl unbestreitbaren Wahrheit dieser tiefgreifenden Erkenntniss Konsumartikel immer noch mit diesen Begrifflichkeiten beworben werden. Zumindest bei mir ist ein Produkt "gestorben", wenn es sich mit einem "modernen Design" rühmt. Modernes Design ist per Definition schlecht. Apropos Marketing: Ich bin noch am überlegen, auf wen ich meinen Hass bezüglich Spam und Telefon-Marketing lenken soll. Ich bin inzwischen bei der These angelangt, dass es es sich um eine "Doppelschuld" handelt. Zum einen sind die Marketingtreibenden zur Verantwortung zu ziehen, zum anderen auch die Konsumenten, die dumm genug sind, auf diesen Schwachfug reinzufallen, und damit dazu beitragen dass er funktioniert und kein Ende nimmt. Die Leute, denen ich also am liebsten mit einer XXX ins XXX XXX würde, sind also vielleicht diejenigen die Viagra, Aktien oder gefälschte Rolex-Uhren kaufen, weil sie via Spam beworben werden. Aber irgendwie scheint es mir unglaublich dass es solche Leute geben soll. Aber es muss wohl so sein. In anderen Ländern nimmt man einander das Leben, und hier bei uns stiehlt man sich die Zeit. Die Zeit, die ein Leben wiederum ausmacht. Da könnte man sich fragen, inwieweit man einen "Mord" damit vergleichen kann, wie wenn ein Unternehmen durch Spam und unerwünschtem Marketing so vielen leuten einige Sekunden stiehlt, dass es in Summe schon wieder ein ganzes Leben wäre... Aber ich halte nun besser mal meine Klappe und kümmere mich mal ums Mittagessen. Geplant sind: Salat aus Paprika, Gurken und Tomaten mit Parmesan und Parma-Schinken, so wie der ausgesprochen leckere "Salat 21" im "21" am Dornbirner Marktplatz.
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