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Webseite von Paul Schmidinger
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Das Klavier im Birkenwald

Guten Tag liebes Tagebuch, und guten Tag liebe Besucher dieser Webseite, die ihr gewillt sein solltet, seltsame Dinge zu lesen. Seit mehreren Jahren mache ich am Abend im Bettchen in unregelmäßigen Abständen eine Art autogenes Training. Zum Teil kombiniere ich dieses mit aktiven, bewussten Tagträumereien (ich will es mal so nennen obwohl es zu der Zeit eigentlich recht klar Nacht ist) und auch manchmal diversen Autosuggestions-Versuchen („Ich arbeite 23 Stunden am Tag und es macht mir Spaß“ – Scherz am Rande). Zum Teil mach ich das mehrere Wochen gar nicht, dann kommt aber wieder mal eine Phase wo ich richtig Lust dazu habe. Gestern wars irgendwie wieder einmal ganz nett. Ich und alle netten Leute die ich kenne oder kannte waren an einer recht interessanten Location, welche schon seit Jahren in meinem Kopf herumgeistert. Seinen Ursprung hat sie irgendwie im Buch „Der weisse (schreibt man das jetzt schon mit Doppel-S?) Wolf“ von Käthe Recheis, wenn ich mich nicht irre. Im Prinzip ist es ein Wald, wo es eine Stelle gibt die zwischen einer steilen und hohen Felswand und einem kleinen plätschernden Bächlein liegt. Auf dieser Stelle wächst grünes Gras :) und es wachsen viele Birken. Ja und da fand irgendwie eine nette Art von geselligem Zusammentreffen statt. Irgendwo neben einer Birke stand ein Flügel, an dem ein Mann mit Frack fetzige Lieder spielte und dazu sang. Das rötliche Licht der späten Nachmittagssonne schimmerte durch die Baumkronen und von der Felswand tropften zur Abwechslung einmal keine Tropfen sondern sie war trocken und gab Ruh. Ja und die Stimmung war irgendwie vollkommen positiv. In dieser Szenerie, mit diesen Leuten, da gab es nichts Schlechtes, Böses, kein Neid, Hass, keine Gier, keine Schadenfreude. Nur Fröhlichkeit und der Wunsch, diese mit anderen zu teilen und eine schöne Zeit zu verbringen. Wenn ich das damit vergleiche wie man heutzutage seine Zeit verbringt, frage ich mich schon mal was los ist mit dieser Welt. Aufgestylter Abschaum zappelt in verrauchten und dunklen Lokalitäten herum, mehr oder minder rhythmisch (ich gebs zu, ich hätte das zweite stumme „h“ vergessen, wäre da nicht diese *wundervolle* Word-Korrekturfunktion; aber eigentlich weiß ich ja wie man „Rhythmus“ schreibt (aber ich wundere mich gerade dass Word meint dass man „weiß“ mit scharfem „s“ schreibt. Das „ei“ scheint mir kein langer Vokal zu sein, und das „s“ wird kurz gesprochen. Naja, egal.)) zu etwas was sie sich erdreisten „Musik“ zu nennen. Nunja, wie dem auch sei. Die Stimmung ging irgendwie in die Richtung wie sie beim Lied „Hope of Deliverance“ (oder soähnlich) vom guten alten Paul McCartney rüberkommt und auch im Videoclip des Songs drinsteckt. Früher dachte ich übrigens das Lied heisst „Hopp are the Liberous“. :) Interessant finde ich, dass ich in diesen Tagträumereien sehr oft Natur und vom Mensch unveränderte Landschaften mit High-Tech kombiniere, die noch nicht einmal erfunden wurde. Das ist irgendwie paradox. Zwei Extreme, die irgendwie nicht zusammenpassen. Ist ja unnatürlich, quasi das Gegenteil einer Gauss-Verteilung. So stand unweit der fröhlichen Ausgelassenheit im Birkenwäldchen natürlich mein virtueller weißer Lieblingsflieger mit dieser Keramik-ähnlichen Oberfläche, den zwei Triebwerken und dem genialen Cockpit, von dem ich glaub ich schon mal geschrieben habe. (Aber nicht in diesem öffentlichen Bereich der Seite – ätsch! (Ja, die Seite hat auch furchtbar geheime Ecken du Höhlen, wo sich die furchtbare Abgründe meines Irrsinns ins bodenlose öffnen)) Hm, ich würd gern noch ein paar Takte schreiben, aber ich „muss“ mich jetzt auf ins Limare machen, wo der Tag mit einem gemütlichen (nicht virtuellen) Sauna-Abend ausklingen kann. Licrüß, smi
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