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Alles ist logisch.

Ob man die Logik versteht, ist ein anderes Thema. Das Universum besteht aus Unmengen von Teilchen und Strahlen, die sich zu einer bestimmten Zeit an bestimmten Stellen und in bestimmten Zuständen befinden. Durch die Situation zu so einem Zeitpunkt ergibt sich die Situation zum nächsten Zeitpunkt. Die Zukunft ergibt sich durch das Anwenden der Naturgesetze auf die Gegenwart, wobei es natürlich möglich ist, dass noch gar nicht alle Naturgesetze entdeckt worden sind oder dass manche „bekannte“ falsch, ungenau oder unvollständig sind. (So wie z. B. das dynamische Grundgesetz F=m*a nicht mehr gilt wenn sich das Objekt bereits mit relativistischer Geschwindigkeit bewegt (also Geschwindigkeiten im Bereich der Lichtgeschwindigkeit)) Wenn die Zukunft nur von der Gegenwart abhängt, ist sie theoretisch vorhersehbar, oder besser gesagt vorherberechenbar. Das setzt jedoch voraus, dass man die gesamten Daten der Gegenwart zu einem bestimmten Zeitpunkt – und ich meine Zeitpunkt und nicht Zeitspanne, und sei sie auch noch so kurz – erfasst. Dabei geht es um die Zustände der Synapsen im Hirn des Hamsters der Nachbarn genau so wie um den atomaren Zustand der Oberfläche einer Sterns am Rande der Galaxie Andromeda. Man könnte natürlich versuchen, die Sache zu vereinfachen und z. B. andere Galaxien wegzulassen. Man stelle sich aber vor was dann für ein Aufschrei durch die Welt der Astronomen geht wenn auf einmal einige Lichtpunkt am nächtlichen Himmel fehlen – und eine Zukunft einmal mit und einmal ohne aufschreiende Astronomen ist nun mal nicht die selbe, wodurch die Vorhersage ohne andere Galaxien unbrauchbar wäre, da falsch. Wie dem auch sei. Momentan ist es technisch nicht ansatzweise möglich, den gegenwärtigen Datenbestand nur eines einzelnen Menschen oder eines Raumes innert eines sehr langen Zeitraums zu bestimmen. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird das auch so bleiben. Um noch eines draufzusetzen: Selbst wenn die Daten bekannt wären, wäre ein gigantischer Rechenaufwand nötig, um die Zukunft dann vorherzuberechnen. Eigentlich ein unendlicher. Man stelle sich nur die benötigte Rechenleistung vor, sämtliche Vorgänge in einem lodernden Stern zu simulieren – für jedes einzelne Atom! Und das nicht einmal pro Sekunde, sondern unendlich oft pro Sekunde, schließlich ist die Zeit keine diskrete Größe sondern ein analoger Wert. Somit ist es (numerisch) nicht einmal möglich, den freien Fall eines einzelnen Atoms unendlich exakt zu simulieren. Wie gesagt. Alles ist logisch. Die Welt basiert auf dem Prinzip dass sich aus Zuständen weitere Zustände ergeben – auch bekannt aus dem Prinzip von Ursache und Wirkung. Man fährt bei Rot über die Kreuzung und bekommt einen Strafzettel. Ein komplexes Beispiel, da es in sehr viele kleine Elemente unterteilt werden kann. (Messeinrichtung nimmt hohe Geschwindigkeit wahr, stellt fest dass sie höher als XY ist, schickt einen Stromimpuls an den Fotoapparat, dieser schickt einen stärkeren Impuls an die Blitzlichtanlage etc – ein endloser Weg, bis der Strafzettel in Briefkasten anlangt und schlussendlich das sauer verdiente Geld vom Konto entfleucht) Man tut sich in der Welt leichter, wenn man ihre Gesetzmäßigkeiten kennt. Wenn man weiss was man tun muss damit etwas bestimmtes passiert. Man hat Ziele (Zustände). Da diese nicht direkt erreicht werden können, müssen kleine Aktionen eingeleitet werden (z. B. ein Gespräch), von denen man dann meint, dass sie früher oder später das gewünschte Ziel zur Folge haben. Natürlich kann das nur näherungsweise funktionieren – das wurde ja bereits angesprochen. Und je ungewöhnlicher (unnatürlicher) die Wünsche sind, und je weiter deren (geplante) Erfüllung in der Zukunft liegen, desto schwieriger ist die Erreichung auch. Manche Dinge sind natürlich auch schlichtweg unmöglich. Sie sind so drastisch, dass ein Mensch nicht die Möglichkeit hat, die Welt in dem Maß zu verändern, wie es notwendig wäre. Wenn z. B. jemand einen Kontinent im Meer versinken lassen will – und zwar in 10 Jahren. Wohl ein hoffnungsloses Unterfangen – außer man entwickelt irgendeine Gerätschaft die das ermöglicht (und dafür müsste er die ganze Menschheit von seinem Vorhaben überzeugen) oder schafft es z. B. einen großen Asteroid auf den Kontinent zu lenken – auch fast ein Ding der Unmöglichkeit. Dinge wie z. B. „ein-berühmte-Pop-Star-werden“ sind durchaus realistisch und beim richtigen Verhalten in der Theorie ohne weiteres möglich. Sehr schwer ist es natürlich trotzdem, aber grundsätzlich haben wohl so gut wie alle Menschen das Potential sehr (erfolg)reich zu werden – aber nur wenige vermögen die notwendigen, richtigen Schritte zu erdenken bzw. zu erraten. Im kleinen Rahmen kann das aber recht gut funktionieren. Dafür sind einige Voraussetzungen notwendig: 1. die gegenwärtige Situation muss bekannt sein 2. das Ziel muss bekannt sein (sonst kann man sein Handeln nicht darauf ausrichten) 3. man muss die Logik hinter allem halbwegs verstehen (dabei geht es vermehrt um Psychologie als um Naturgesetze (wobei natürlich auch die Psychologie letztendlich wieder auf Naturgesetzen basiert. Schließlich beschreiben Naturgesetze die Verhaltensweisen von Atmen, und daraus besteht letztendlich alles)) und das eigene Handeln so steuern, dass das Ziel erreicht wird. Dazu sind wieder mehrere Dinge wichtig: 3. 1. Bekanntheit der Gesetze, der Logik (was passiert wenn soundso passiert etc.) 3. 2. Intelligenz, um die Dinge vorherzusehen (entspricht „Berechnung“) 3. 3. ein möglichst hohes Maß an Einflussmöglichkeit auf die Welt (jemand der z. B. eine Armee befehligt kann relativ leicht drastische Situationen bzw. Änderungen provozieren) 3. 4. genügend Zeit (je mehr Zeit, desto leichter. Je mehr Zeit, desto geringer kann die Umstellungsgeschwindigkeit sein, und je geringer diese sein kann, desto leichter geht die Umstellung von der Hand. Selber Weg in mehr Zeit resultiert in weniger Beschleunigung, und weniger Beschleunigung benötigt weniger Energie, und weniger Energie kann leichter aufgebracht werden als mehr) Mehr oder weniger geschehen all diese Dinge eh unbewusst. Z. B. bei einer Bewerbung hat man ein Ziel vor Augen (z. B. Anstellung mit tollem Gehalt). Man stellt sich vor was der „Chef“ will, was er gerne hören möchte. Man überlegt was man tun kann, wie man sich anziehen soll um den Chef zu gefallen und hofft dass er dann im Prinzip das eigene Ziel übernimmt und in einer Besprechung auf den Tisch haut und sagt „den nehmen wir, der ist gut!“. In diesem Beispiel hat man also versucht eine Person davon zu überzeugen dass das eigene Ziel auch das ihre ist, da diese Person aber mehr Einfluss in der Firma hat erreicht sie es relativ leicht. Natürlich gibt es auch immer verschiedene Wege um etwas zu erreichen. Wenn man schon überfordert ist, irgendeinen Weg zu etwas zu finden, ist das meist nicht der leichteste. Es kostet unnötige Energie und hat negative Folgen, die Freude der Erreichung des eigentlichen Ziels mindern. Das schönste ist natürlich, wenn man so „über den Dingen“ steht, dass Wege des geringsten Aufwandes/Widerstandes findet und diese auch hinsichtlich des eigenen Zeitaufwandes optimiert. Und wenn wir schon bei Zielen sind, bietet sich das Thema „Lebenssinn“ und die Ziel-Hierarchie in jedem Menschen an. Aber das ein ander Mal, ich muss jetzt schaffa. Schlusssatz: Die Änderung ist die Ableitung (im mathematischen Sinn) der Situation. Bzw. die Änderung verhält sich zur Situation wie die Geschwindigkeit zum zurückgelegten Weg. Hinweis: Ich will keinesfalls andeuten dass ich so eine Leuchte bin dass ich alle Ziele toll und problemlos erreiche, das ist bei weitem nicht der Fall. Ich will lediglich behaupten, dass ich meine ein Prinzip halbwegs verstanden zu haben, was nicht bedeutet, dass ich es auch anwenden kann. zurück


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