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Schneckenloch am 1. 2. 2009

Motiviert durch die Mammuthöhle, wollte ich mich wieder mal höhlenfotografisch betätigen. Nach einem Rundschreiben an die Höfos meldeten sich einige Interessenten, auf den Weg gemacht hat sich schlussendlich aber "nur" eine Dreiergruppe. Die Rutschpartie nach Schönenbach (der Begriff "Fahrt" wäre nicht zutreffend) wurde von Fahrer Jonny souverän gemeistert.

Parken, Schneeschuhe anschnallen. Der Zustieg bis zur Abzweigung vom Forstweg war problemlos, ab dann gab es keine Spur mehr. Der "Lawinenhang" wurde gequert, und zwar über die alten Reste einer bereits abgegangenen Lawine. Die Lawinenwarnstufe für diesen Höhenbereich war übrigens nur bei "1". Die Überquerung der beiden Bäche war kein Problem, lediglich beim Weg zum Bach runter und wieder rauf war Vorsicht geboten. Dann wurde es teilweise richtig steil (50m?), und weil ich mit den Schneeschuhen auf Grund der Schnee-Konsistenz nur mehr gerutscht wäre, war massiver Stock- und Handeinsatz vonnöten. Nach einigen Pausen und viel Geschnaufe (vor allem meinerseits, doch als Träger des Stativs war ich entschuldigt) langten wir schließlich beim Höheneingang an, welcher uns *nicht* mit vergleichsweise schauriger Kälte wie im Sommer empfing. Der Eingangsbereich war mit reichlich Eiszapfen dekoriert. Der Jausenplatz wurde bewusst *nicht* unter einem dieser fragilen Gebilde errichtet.

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In der Höhle marschierten wir nur mit wenig Seitenabstechern bis zum Ende des Nord-Ost-Ganges. Unterwegs wurde der eine oder andere "Fotostopp" eingelgt, wo sich die beiden "Blitzschlampen" dankenswerterweise geduldig kooperierten. Es wurde mir (wieder einmal) bewusst dass es gar nicht so einfach ist, das Licht richtig zu platzieren.

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Die Höhle wurde dann recht bald wieder verlassen, und ich genoss ein Gröbi Garepfruit, in dem sich eine Eisschicht gebildet hatte. Diese verwandelte sich nach kurzen Schütteln in Crushed Ice, was den Genuss des Getränks noch intensivierte.

Der Abstieg war erwartungsgemäß angenehmer als der Aufstieg, aber die Steilstellen musste teilweise mehr oder weniger freiwillig unter Zuhilfnahme des Hinterns überwunden werden. In Schönenbach sahen wir dann die ersten Menschen des Tages, und außerdem waren uns einige Minuten Sonne vergönnt.

Dann rutschten wir wieder die Straße hinunter -- sowohl Motor, Bremse und Lenkung waren allesamt überflüssig. Die Geschwindigkeit wurde vom Gefälle bestimmt, und für die Einhaltung der Spur sorgten die aus blankem Eis gefertigten Spurrinnen. Nach einer verdienten kulinarischen Belohnung im Berghof Fetz wurde die Fahrt über mit normalem Straßenzustand fortgesetzt.

Danke an Stefan und Jonny fürs Fahren, Mitgehn und Blitzhalten!

Lust auf Höhle? www.karst.at !



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