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Großes Seehorn und großer Fehlschlag ;) (17. 8. 2008)

Datum der Tour: 16. 8. 2008
Teilnehmer und Fotos: Mike, ich
Startpunkt: Vermuntstausee, 1.753m
Nicht erreichtes Ziel: Großes Seehorn, 3.121m (Silvretta)
Erreichtes Ziel: 3.015m
Horizontalstrecke: 2 x 7,4 km

Schon lange will ich auf das Große Seehorn. Ein echter 3.000er, ohne markierten Weg, mit netter Kletterei I und II, und einem kleiner Gletscher als besonderes Schmankerl... Vorgestern wurde die Tour dann auf Gestern fixiert, als wackerer Mitstreiter bot sich Mike an. Der Wetterbericht war nicht schlecht, jedoch war Neuschnee angesagt. Doch bis zum Abend des Vortags war auf der Silvretta-Webcam nicht besonders viel davon zu sehen, und so landeten wir schlussendlich am Parkplatz des Vermunt-Stausees. Von der Schneelage sahen wir da noch nicht sehr viel, da uns Wolken und Nebel umgaben -- doch Regen oder Schnee blieb zum Glück aus.

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Doch schon bevor wir die Saarbrückner Hütte (Bild oben rechts) passierten, marschierten wir in verschneitem Gelände. Den ganzen weissen Mist muss es am Vortag/Vornacht runtergehauen haben. Doch wir wollten mal sehen wie weit wir kamen. Die Chancen den Gipfel zu erreichen bewertete ich mit 40%.

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Der Schnee wurde tiefer, und irgendwann vor dem Seehornjoch (rechte Bilder oben) wurden die Gamaschen angelegt. Der vereiste Fels war zwar ausgesprochen hübsch anzusehen, aber die Chancen einer erfolgreichen Besteigung sahen wir langsam davonschwimmen. Alle paar Sekunden purzelte irgendwo tauendes Eis vom Fels, doch stets nur in ungefährlichen kleinen Mengen.

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Südlich des Jochs marschierten wir dann den Seegletscher (oben, mittlere Bilder) hinauf, welcher nur im Zentrum einige wenige, kleine Spalten aufwies -- zumindest was die sichtbaren anlangte. :) Durch den weichen, klebrigen Neuschnee war der Aufstieg wegen des Einsinkens ein wenig mühsam, und bald folgte die erste Salami-mit-Lustenauer-Bauernsenf-Pause.

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Am „Anfang“ des Gletschers auf ca. 2.900m angelangt, erwarteten uns dann die vereisten und verschneiten Felsen. Es sah äußerst ungemütlich aus, doch wir wollten unser Glück vorsichtig versuchen, und nicht schon wegen des bloßen Anblicks umkehren. Und so probierten wir 1-2 Stunden rum und mussten immer wieder umkehren. Der Fels war teilweise glatt, rutschig und mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt, für jeden Meter brauchte man 10x so lange wie ohne Schnee und Eis. Viele Stellen waren einfach zu heiß, die Griffe und Tritte musste man oft zuerst aus Eis und Schnee ausgraben, und teilweise nach der Verwendung wieder zurücklegen. Schlussendlich kamen wir zwar bis knapp über 3.000m, doch es fehlten uns noch 100 Höhenmeter (und 90m horizontale Luftlinie) bis zum Gipfel des Seehorns. Wir haben unser bestes gegeben und scheiterten würdevoll, vor allem aber lebendig und gesund.

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Auf dem Rückweg konnten wir dann noch einen prächtigen Ausblick auf den großen Litzner (Bild oben rechts) erhaschen, der beim Hinweg in Wolken gehüllt war.

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Auf dem Rückweg suchten wir noch ein lauschiges Plätzchen inmitten von grünen Wiesen und rauschenden Bächlein, die zuvor übersprungen werden wollten, und verzehrten den Rest des Rucksack-Inhalts. Trotz Umkehr vor dem Gipfel war es eine schöne Tour -- es hätte hald nicht nur das Wetter am Tour-Tag passen sollen, sondern auch an den Tagen davor. :)

Das Panorama bitte einzeln anklicken, sonst gibts keine Scrollbalken...

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Thx 2 Mike fürs Mitgehen und Mit-Fotografieren!



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