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Kanisfluh (29. 7. 2008)

Thumbnail Aufstieg
Am Morgen des 26. Julis 2008 machten sich 7 wackere Höhlenforscher trotz miserablem Wetterbericht für den Nachmittag in den frühen Morgenstunden am Südhang der Kanisfluh an den Aufstieg.
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Die Flora war hübsch, konnte jedoch nicht mit den üppigen Wiesen bei Sankt Antönien (siehe Bericht) mithalten -- so dachte ich, bis Emil den ersten Edelweiß-Alarm schlug. In rauhen Mengen säumten die possierlichen Pelzgestalten den nicht vorhandenen Weg und wurden mit angemessener Aufmerksamkeit bedacht. Ich musste also 29 Jahre alt werden um dieses "Wahrzeichen der österreichischen Bergwelt" endlich in freier Wildbahn bewundern zu dürfen.

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Nach dem steilen Aufstieg wurde neben „Ottos Gipfel“ -- nach dessen Besteigung, versteht sich -- Rast gemacht. Wie immer sorgte der Lustenauer Bauernsenf für Gaumenfreuden. Nach einigem hin und her und der Befragung eines Ortskundigen, der uns zufällig über den Weg lief, hatten wir eine Ahnung wo sich die gesuchte Höhle befinden könnte.

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Der Abstieg in die Nordwand der Kanisfluh konnte beginnen. Grob geschätzte 150m Seil wurden als Handleine oder zum Abseilen verbaut. Befestigt wurde besagter Strick mittels Stahlstangen, die tief ins steile Erdreich gehämmert wurden. Die Sache zog sich, und auch der Himmel zog immer mehr zu.

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Irgendwann war nur mehr ein 25m-Seil übrig und wir wussten nicht so recht wo die Höhle denn nun sein sollte. Doch schließlich entdeckte ein wackerer Späher doch noch den potentiellen Eingang, und flugs wurde mit den verbleibenden beiden Stangen eine Zweipunkt-Ausgleichsverankerung geschaffen und mit dem letzten Seil verbunden. Eine Rückversicherung an der letzten Handleine wurde ergänzt, da sich die Stangen (samt Untergrund) bei Belastung doch ein wenig bewegten.

Als der erste mit dem Abseilen begann, wurde ihm von einer Gruppe Steinböcke der Weg verstellt. Nach zähen Verhandlungen trollten sich die Tiere und unser Trupp konnte fertig abseilen. Und siehe da: Tatsächlich klaffte ein stattliches Loch in der Wand! Und sage und schreibe 3 Meter Seil waren noch übrig.

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Da der Himmel immer dunkler wurde, wurde die kleine Höhle im Eiltempo abgeschritten und das eine oder andere schnelle Lichtbild ohne Stativ und sonstigen Schnick-Schnack angefertigt.

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Thumbnail Nebel
Nach dem Verlassen des Hohlraums wurde eilig der Rückzug angetreten, begleitet vom einen oder anderen Regentropfen. Erschöpft wieder am Gipfel angekommen, der sich inzwischen in eine Wolke gehüllt hatte, wurde umgepackt und der Abstieg in Angriff genommen.
Dieser war wider Erwarten ungleich mühsamer als der Aufstieg, und ein Paar Stöcke hätte mir gute Dienste geleistet. Aber unter Zuhilfenahme des Hinterns und mit Festhalten an Edelweiß-Büscheln klappte es dann irgendwie. Nee, natürlich wurden die Edelweiße in Ruhe gelassen!

Bei der Hütte unten wurden noch diverse Güter konsumiert, und irgendwann saßen dann alle wieder in Autos und traten die Rückfahrt an. Wenige Minuten später öffnete der Himmel seine Pforten und sintflutartige Regenfälle, gekrönt von Hagelschauern, stürzten mit einer Wucht auf uns hinab, dass sogar das Auto mal rechts ran gefahren wurde. Wenn wir nur ein bisschen mehr getrödelt hätten, wäre es so richtig ungemütlich geworden.

Diese Tour wurde von den Vorarlberger Höhlenforschern durchgeführt: www.karst.at



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